gap. FRANKFURT, 18. September. Die Preise für Getreide und Ölsaaten an den Agrarmärkten werden wieder stabiler. Der massive Preisdruck, der noch vor wenigen Wochen vorgeherrscht hatte, scheint geschwunden zu sein. Das bedeutet nach Meinung von Fachleuten zwar noch nicht, dass die Notierungen bald wieder nachhaltig anziehen könnten, lässt aber darauf schließen, dass ein Boden des Preisverfalls erreicht ist. Ein solcher Boden könne sich später als Basis für einen neuen Aufschwung erweisen, heißt es.
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Das Ministerium (Anmerkung: der USA) geht ferner davon aus, dass der Weltverbrauch an Weizen gegenüber der vergangenen Saison von 619,5 Millionen Tonnen auf 654,9 Millionen Tonnen zunimmt. Darin ist ein Anstieg der Verwendung als Futterweizen von 95,3 Millionen Tonnen auf 124,5 Millionen Tonnen enthalten, denn Futtergetreide ist und bleibt knapp. Das USDA schließt aus seinen Erkenntnissen, dass der Weltvorrat an Weizen in der laufenden Saison von 118,5 Millionen Tonnen auf 139,9 Millionen Tonnen wächst. Fachleute sprechen zwar noch nicht von einer normalen Versorgungslage, aber von einer merklichen Entspannung. Sie erwarten, dass sich auch das Angebot an Reis weiter erhöht, so dass ein wenn auch mäßiger Wiederaufbau der bis 2006/07 stark geschrumpften Weltvorräte möglich wird. Dies bedeutet, dass in der laufenden Saison weniger Weizen benötigt werden dürfte, um den noch nicht behobenen Mangel an Reis ausgleichen zu können.
Zitiert nach: F.A.Z., 19.09.2008, Nr. 220 / Seite 23
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