Freitag, 14. November 2008

Reiche Apfelernte führt zu Preisverfall

Die reiche Apfelernte 2008 hat in Österreich zu einem massiven Preisverfall geführt.


Die Betreiber der heimischen Obstpressen hatten in den vergangenen Wochen mit einem gewaltigen Ansturm zu kämpfen. Denn mit einer Pressobstmenge von fast 7.000 Tonnen gab es im Burgenland heuer nahezu eine Rekordernte, resümiert Karl Trummer, Obstpresser in Stegersbach.


Preissturz bei Pressobst
Der Pressobstpreis ist heuer auf bis zu drei Cent pro Kilo abgestürzt. Viele Äpfel wurden daher nicht geerntet, sie verfaulen nun unter den Bäumen.


Quelle: http://burgenland.orf.at/stories/322058/

Dienstag, 14. Oktober 2008

Finanzkrise

Die Finanzkrise kässt auch mich nicht in Ruhe. Es ist beruhigend, dass jetzt anscheinend eine Lösung gefunden wurde, um das deutsche Bankensystem zu stabilisieren. Ich kann nur hoffen, dass es jetzt dabei bleibt, denn auch die Obstbauern sind auf Kredite angewiesen.

Dienstag, 7. Oktober 2008

Landwirtschaft und Finanzkrise

Wie wird sich die globale Finanzkrise auf die Landwirtschaft auswirken? Täglich neue Horrormeldungen verunsichern immer mehr auch die deutsche Bevölkerung. "Liquiditätsengpass" ist eines der am meisten gehörten Wörter im Moment. Doch was bedeutet das für den Durchschnittsbauern?

Sicherlich werden viele, wenn nicht die meisten, Landwirte hin und wieder auf Kredite für größere Investitionen angewiesen sein. Deren Konditionen dürften sich verschlechtern, wobei in Deutschland ohnehin bereits lange sehr strenge Maßstäbe und Prüfungen bei der Kreditvergabe gelten, Stichwort Umsetzung von Basel 2 und dem Mikrorating. Da die grundsätzliche Nachfrage nach Lebensmitteln nicht so einfach enden wird, dürfte den Banken aber klar sein, dass Landwirte eine sehr zuverlässige Klientel sind.

Allgemein ist mit einem stärkeren Wettbewerb aus Osteuropa zu rechnen; Großbetriebe in Deutschland arbeiten sehr effizient und brauchen keine Gefahr vor den finanziell in der Regel schwach aufgestellten polnischen Klein- und Mittelbetriebe zu haben. Deutsche Kleinbetriebe werden den Trend der letzten Jahre weiter gehen und in die Sonderkulturen gehen.

Somit sehe ich weder durch die Finanzkrise, noch durch die Ost-Konkurrenz eine besondere Gefahr. Vielmehr könnte die Finanzkrise den Aufholprozess in Osteuropa etwas abbremsen, was nicht zum Nachteil der dt. Bauern sein sollte.

Donnerstag, 18. September 2008

Hedgefonds steigen aus Agrarbereich aus, Entspannung am Weizenmarkt

Wegen der Finanzmarktkrise flüchten Hedge-Fonds aus Rohstoff-Engagements, berichtet die FAZ. Trotzdem scheint beim Weizen ein Ende des Preisverfalls erreicht.

gap. FRANKFURT, 18. September. Die Preise für Getreide und Ölsaaten an den Agrarmärkten werden wieder stabiler. Der massive Preisdruck, der noch vor wenigen Wochen vorgeherrscht hatte, scheint geschwunden zu sein. Das bedeutet nach Meinung von Fachleuten zwar noch nicht, dass die Notierungen bald wieder nachhaltig anziehen könnten, lässt aber darauf schließen, dass ein Boden des Preisverfalls erreicht ist. Ein solcher Boden könne sich später als Basis für einen neuen Aufschwung erweisen, heißt es.

(...)
Das Ministerium (Anmerkung: der USA) geht ferner davon aus, dass der Weltverbrauch an Weizen gegenüber der vergangenen Saison von 619,5 Millionen Tonnen auf 654,9 Millionen Tonnen zunimmt. Darin ist ein Anstieg der Verwendung als Futterweizen von 95,3 Millionen Tonnen auf 124,5 Millionen Tonnen enthalten, denn Futtergetreide ist und bleibt knapp. Das USDA schließt aus seinen Erkenntnissen, dass der Weltvorrat an Weizen in der laufenden Saison von 118,5 Millionen Tonnen auf 139,9 Millionen Tonnen wächst. Fachleute sprechen zwar noch nicht von einer normalen Versorgungslage, aber von einer merklichen Entspannung. Sie erwarten, dass sich auch das Angebot an Reis weiter erhöht, so dass ein wenn auch mäßiger Wiederaufbau der bis 2006/07 stark geschrumpften Weltvorräte möglich wird. Dies bedeutet, dass in der laufenden Saison weniger Weizen benötigt werden dürfte, um den noch nicht behobenen Mangel an Reis ausgleichen zu können.


Zitiert nach: F.A.Z., 19.09.2008, Nr. 220 / Seite 23

Mittwoch, 17. September 2008

Obstbauern und die Ernte 2008

Die Ernte 2008 im Obstanbau war durchwachsen. Insbesondere in Westdeutschland können zahlreiche Obstbauern nur einen Erfolg von 50 Prozent im Vergleich zum Jahr 2007 verbuchen - eine schlechte Ernte also. Weitere Probleme sind durch die schlechte Lage am Arbeitsmarkt - Stichwort Erntehelfer - entstanden. 25 Prozent der angefragten Erntehelfer sind einfach nicht gekommen, komplette Felder mussten umgepflügt werden, gerade die Erdbeerernte hat darunter gelitten.